hochwassersituation kamp & donau

Hochwassersituation 2013

Kamp

Donau

11 Jahre Hochwasser August 2002

Dies ging aber schnell meine Herren.....


7 Jahre Hochwasser August 2002

August 2002 in Brunn

Wer kennt nicht dieses Bild in unsere Gemeinde vom 8. August 2002

Das Donauhochwasser 2002 war eine der größten Flutkatastrophen, die Österreich jemals heimgesucht haben. Aufgrund seiner gewaltigen Ausmaße wird es auch als Jahrhundertflut bezeichnet.
In Österreich wurde die höchste Zweitagesniederschlagssumme im niederösterreichischen Waldviertel in Weikertschlag, Bezirk Waidhofen an der Thaya, mit 246 mm gemessen. Ähnlich starke Niederschlagsmengen wurden im Bezirk Gmünd (Niederösterreich), im Bezirk Freistadt (Mühlviertel, Oberösterreich) sowie im nordwestlichen Mostviertel (Niederösterreich) gemessen. Schwer betroffen war aber auch die Region um Salzburg (Stadt).
Die daraus resultierenden Abflussmengen erreichten ihre Pegelscheitel am 7. bzw. 8. August.
Im Gegensatz zu früheren Hochwassern waren diesmal auch Gebiete betroffen, aus denen zumindest in den letzten 100 Jahren keine vergleichbaren Zahlen vorliegen, und zwar das oberösterreichische Machland, das südliche Mühlviertel und das niederösterreichische Kamp- und Kremstal.
In der Nacht vom 6. auf den 7. August begann der Wasserstand des oberen Kamp und der Lainsitz anzusteigen. Am Nachmittag des 7. August drohte das Wasser über den Staudamm Ottenstein zu rinnen, weshalb die Hochwasserentlastungsschleusen geöffnet werden mussten. Um Mitternacht zum 8. August betrug der Pegelstand in Zwettl 4 m über Mittelwasser. Während am 9. August im Oberlauf des Kamp bereits mit den Aufräumungsarbeiten begonnen wurde, spielten sich am Unterlauf dramatische Szenen ab. Neben den Zerstörungen von Straßen und Gebäuden im Kamptal kam es unterhalb von Hadersdorf am Kamp zum Überströmen der Kampdämme und in weiterer Folge zu Dammbrüchen, wodurch das nördliche Tullnerfeld, und mit ihm zahlreiche Ortschaften überflutet wurde. Durch die Donauhochwasserschutzdämme wurde das Kamphochwasser behindert, in die Donau abzufließen. Erst nach dem Öffnen von Poldern und Dämmen konnte eine Entspannung der Lage erreicht werden.
Durch die starken Regenfälle im Südosten Bayerns war die Hochwassersituation an der Donau schon äußerst angespannt. Betroffen von Überschwemmungen waren dort die Gebiete am Lech und der Tiroler Ache. Auch entlang der Salzach gab es ab Golling bereits Land unter Wasser. Die zusätzlich hohe Wasserführung von Traun und Enns führte zu großflächigen Donauüberflutungen vom oberösterreichischen Machland, über die Wachau, das Tullnerfeld und im Gebiet östlich von Wien.
Im Unterlauf des Kamp, wo der Wasserspiegel seit der ersten Welle kaum zurückgegangen war, kam es wieder zu massiven Überflutungen. Durch den hohen Donaupegel konnte diesmal das Kampwasser nicht in die Donau abfließen und es standen mehr Ortschaften unter Wasser als in der Woche zuvor.
Das Hochwasser von 2002 übertraf die Ereignisse der Jahre 1954 und 1991 und ist von den Pegelständen dem viel verheerenderen Hochwasser 1899 vergleichbar, kann also als Jahrhundertereignis angesehen werden. In der bekannten Geschichte übertroffen wird es für den österreichischen Raum wohl nur von den Hochwässern 1501, 1342 und Allerheiligen 1787. Im Gesamtraum der Donau wurde es aber vom Alpenhochwasser 2005 und den anschließenden katastrophalen Fluten an der unteren Donau weit übertroffen.
Todesopfer waren sieben zu beklagen. Der gesamte volkswirtschaftliche Schaden wurden vorerst auf 3,1 Milliarden € geschätzt.
Anlässlich des Hochwassers wurde auch im September das Hochwasseropferentschädigungs- und Wiederaufbau-Gesetz 2002 (HWG 2002) beschossen, mit dem neben dem Katastrophenfonds zusätzlich Mittel in der Größenordnung von 250 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden.
Das betroffene Gemeindebürger sieben Jahre warten müssen damit der Damm saniert wird bleibt offen! Versprechungen bezüglich Neubau Damm gibt es ja genug.

Hochwasserschutz in Niederösterreich

Angesichts der jüngsten Ereignisse entlang der March und den damit zu Tage getretenen Versäumnissen werden die NÖ Sozialdemokraten auf Ebene des Landtags eine Initiative zur „Neuorientierung der Hochwasserschutzpolitik in Niederösterreich“ starten.
Konkret geht es um folgende Maßnahmen:
->Vorlage des gesamten Projektkatalogs der Abt. Wasserbau der NÖ Landesregierung zur neuerlichen regionalen Überarbeitung sowie Einbindung der betroffenen Gemeinden.
->Rascheste Umsetzung vorliegender Projekt ohne Verzögerung.
->Festlegung einer neuen Prioritätenreihung mit exakter Zeitplanung betreffend Start und Realisierung jedes einzelnen Projekts.
->Realisierung der in vielen Regionen bereits zugesagten zusätzlichen Retentionsflächen bzw. Schleuseneinrichtungen in Hochwasserschutzeinrichtungen in einem klar definierten Zeitraum.
->Ebenso soll es in besonders sensiblen Regionen zu Rückwidmungen oder Adaptierungen in der Raumordnung kommen.
->Umschichtungen im NÖ Landesbudget für zusätzlich notwendige Finanzmittel bzw. zur Vorfinanzierung der dringendsten Projekte.
->Schaffung eines funktionierenden Frühwarnsystems mit einer Mindest-Alarmierungszeit von zumindest 6 Stunden.
->Wissenschaftlich erarbeitete Prognosemodell für alle Flussläufe Niederösterreichs.
->Die Verbesserung des Niederschlags- und Abflussmessnetzes sowie des Wasserstandsnachrichtendienstes zur Erstellung von Prognosen für eine Mindest-Alarmierungszeit von 6 Stunden.
->Neuerliche Überarbeitung der flächendeckenden Katastrophen- und Alarm-Einsatzpläne inkl. grenzüberschreitender Zusammenarbeit.
->Schaffung gesetzlich geregelter Unterstützungsmodelle für freiwillige HelferInnen bzw. Angehörige von Hilfsorganisationen und Vereinen, die ohne gesetzliche Verpflichtung bzw. Zuständigkeit unterstützend wirken.
->Umfassende arbeitsrechtliche Absicherung für freiwillige HelferInnen.
->Erarbeitung eines Unterstützungsmodells für Betriebe, die Beschäftigte für freiwillige Hilfsleistungen freistellen.
->Erarbeitung eines gesetzlich festgelegten Rechts- und Anspruchskatalogs betreffend Entschädigungen und Möglichkeiten des Einspruchs bei vermuteten Benachteiligungen im Zuge der Schadensbegutachtung bzw. der Entschädigung.
->Vorlage des lt. Aussagen der verantwortlichen Landespolitiker Pröll und Plank bereits vorhandenen Prioritätenkatalogs.
->Erarbeitung und Vorlage eines Maßnahmenkatalogs der NÖ Raumordnung für gefährdete Gebiete.